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Wieder einmal bekommen wir vorgeführt, was Ewigkeitsschäden im Bergbau sind.
In Sachsen-Anhalt gähnt ein Loch, 40 Meter tief und 30 Meter im Durchmesser, in der Erde und beweist uns so, dass Salzstöcke eben nicht die auf ewig unveränderlichen geologischen Formationen sind, als die sie uns immer verkauft werden sollten.
Wasser, das lebensnotwendige Molekül, zeigt hier sein tödliches Gesicht und bildet Hohlräume die einstürzen und Gegenstände, Tiere und Menschen verschlingen.
Salzstöcke, wir erinnern uns, eignen sich optimal zur sicheren Lagerung nuklearen Abfalls – jedenfalls, so lange kein Wasser eindringt. Dann könnte es nämlich radioaktive Isotope aufnehmen und diese unkontrolliert abtransportieren. Wegen dieser Möglichkeit soll ja jetzt auch die Asse wieder ausgeräumt werden.
Gut, dass wir einen weiteren geeigneten Salzstock in Gorleben haben. Doch leider befindet sich der in einem Erdbebengebiet, ist nicht wasserdicht und liegt außerdem noch auf einem Erdgasvorkommen. Das ganze Drama um die Auswahl dieses Salzstocks war im SPIEGEL nachzulesen (siehe Link am Ende dieses Posts).
Nun propagiert die aktuelle Regierung die Verlängerung der Laufzeit unserer AKWs um bis zu 28 Jahren. Vor allem Bayern und Baden Württemberg stehen in vorderster Front der Befürworter. Sie sind aber auch dann ganz vorne dabei, wenn es darum geht Endlagerstätten auf eigenem Gebiet zu verhindern. Der Volkswirt spricht hier von negativen externen Effekten. Die Kollegen wollen für ihre Industrie billigen Strom aus der Kernkraft beziehen und den Müll, den Sie über ihre Abnahme direkt verursachen, auf Kosten anderer verklappen. Diese Art des Denkens hat in den siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts unsere Flüsse zum umkippen und unsere Wälder zum Sterben gebracht.
Gegen die damaligen Sünden konnte bis heute etwas getan werden. Radioaktiver Müll ist aber haltbarer und länger gefährlich. Jeder, der für die Kernkraft ist, sollte also auch einen Plan zur Endlagerung des anfallenden Mülls auf eigenem Gebiet vorlegen.
Viel Spaß beim nächsten Wahlkampf!
Wir Menschen mit normalen Einflussmöglichkeiten sollten aber schon vorher auf erneuerbare Energien setzen und so vom Markt her mit den Füßen abstimmen. So zeigen wir den Energieanbietern, dass das Geld anderswo zu verdienen ist. Den Gesetzen des Marktes folgend, werden sich diese dann von der unattraktiven Kernenergie lossagen und ihr Heil dort suchen, wo dann die Kunden zu finden sind. Jene Politiker, welche die Zeichen der Zeit wieder einmal zu spät erkannt haben und über den „Point of no Return“ hinaus an dieser Dinosauriertechnik festhalten, werden als lächerliche Randnotitz in den Geschichtsbüchern ihren Ewigkeitsschaden erleiden.
Quellen:
Salzstock-Einsturz reißt 40 Meter tiefes Loch
Ein verfluchter Ort
Posted on Freitag, April 2nd, 2010
Under: Meinungen und Neuigkeiten |
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35% seines Rohölbedarfs importiert Deutschland inzwischen aus Russland. Für die ersten zehn Monate des vergangenen Jahres bedeutete dies eine Steigerung um 2,9%. Im gleichen Zeitraum sanken die Importe aus den OPEC-Staaten um 10,7%. Ist dies das Resultat günstigerer Einkaufspreise bei den Russen? Mitnichten! Der wichtigere Aspekt dürften wohl die sinkenden Rohölreserven der OPEC-Länder sein, während die Russen noch relativ besser liefern können. Gleichzeitig gehen unsere eigenen Vorräte in der Nordsee ihrem Ende entgegen. Just in dieser Situation streiten sich Russland und Weißrussland wieder einmal um Abnahme- und Durchleitungskosten für das russische Öl. Hätten wir früher einen solchen streit interessiert aber unbeteiligt verfolgt, so können wir dies heute nicht mehr, weil er uns direkt betrifft. In Folge dieser Auseinadersetzung steigt der Preis für Rohöl, weil die Blockade der russischen Pipeline wie ein Damoklesschwert über den Märkten hängt. Wir erinnern uns: vor drei Jahren lief schon einmal für einige Tage kein Erdöl gen Europa. Eine Unterbrechung der Lieferungen wäre also keine Novität.
Innerhalb des vergangenen Jahres ist der Ölpreis von seinem Tiefsstand bei 40 Dollar je Barrel auf aktuell etwa 80 Dollar gestiegen. Wenn der Preis für den Lebenssaft unserer Wirtschaft in Krisenzeiten, in denen weniger davon benötigt wird, um 100% steigt, was soll dann geschehen, wenn die Weltwirtschaft wieder anspringt und auch China und Indien ihre Nachfrage erhöhen?
Russland liefert zur Zeit das Meiste seines Erdöls nach Europa. Vor kurzem jedoch hat Ministerpräsident Putin ein neues Verladeterminal eröffnet, über das die Belieferung asiatischer Märkte erfolgen soll. Wir werden als Nachfrager in Zukunft also mit den Asiaten in Konkurrenz stehen. Da der Ölmarkt ein Anbietermarkt ist, treiben mehr Nachfrager den Preis.
Auf welches Niveau werden dann wohl die Preise für eine warme Wohnung steigen?
Höchste Zeit also, das Ölzeitalter zu beenden. Ob mit Holzpelletsheizungen, mit Erdwärme, mit Passivhäusern oder anderen zukunftsgerichtete Technologien. Das bleibt dem mündigen und verantwortungsvollen Verbraucher selbst überlassen.
Weitere Informationen bei t-online.de.
Viele Bauherren suchen wertvolle Informationen über das Heizen mit erneuerbaren Energien und Sie können ihnen helfen.
Beteiligen Sie sich am Holzpellets-Tagebuch. Es ist ganz einfach.
Wie, erfahren Sie hier.
Posted on Mittwoch, Januar 6th, 2010
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Die Politiker, welche mit Hilfe eines gigantischen Kohlendioxidausstoßes von allen Enden der Welt nach Kopenhagen reisten haben, wie nicht anders zu erwarten, versagt. Statt daran zu gehen, die Suppe, welche wir uns mit der industriellen Revolution eingebrockt haben, wenigstens soweit abzukühlen, dass wir sie auch auslöffeln können, hat man sich darauf verständigt, einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, der dann auch noch in der großen Runde der teilnehmenden Staaten nicht konsensfähig ist.
Aber, was soll man auch von Menschen erwarten, die für sich selbst in vier bis fünf Jahreszyklen denken und von anderen beraten werden, die immer nur ihren Jahresbonus als Ziel haben. Wenn Politiker von Lobbyisten beraten werden, kann schwerlich eine Strategie entstehen, welche das Überleben unserer Rasse über viele Generationen sichert.
Die augenblickliche Diskussion über den Klimawandel, die globale Erwärmung und der Konsequenzen, die daraus gezogen werden müssen, erinnert mich frappierend an die Umweltschutzdiskussionen der späten siebziger und frühen achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland. Erinnern wir uns: Der saure Regen fraß unsere Wälder auf, der Rhein war zum Gully der chemischen Industrie verkommen und das Leben in Ballungsräumen war für Kinder die Garantie, an einem Lungenleiden zu erkranken.
Auch damals schrieen die Lobbyisten, dass die Industrie sich keinen Umweltschutz leisten könne, drohten mit Abwanderung ins Ausland und Abbau von Arbeitsplätzen. Inzwischen kann man im Rhein wieder schwimmen und den daraus gefangenen Fisch auch wieder essen und die Industrie wird auf viele Umweltschutzmaßnahmen nicht mehr verzichten wollen. Warum? Weil umweltschonend zu produzieren auch bedeutet, dass weniger Ressourcen eingesetzt werden. Ressourcen, die vorher eingekauft werden müssen. Insofern stärken Investitionen in den Umweltschutz die Rendite der Unternehmen. Das Stöckchen, über welches die Interessenvertreter springen müssen, sind die Investitionen in die Zukunft und der Abschied von alten Anlagen, die, für den Augenblick betrachtet, Geld in die Kassen spülen, weil sie bereits abgeschrieben sind und keinen Aufwand mehr verursachen.
Menschen, Unternehmen und Staaten aber, die heute in neue und umweltschonende Technologien investieren, werden morgen entscheidende Kosten- und Effizienzvorteile auf ihrer Seite haben. Kurzsichtige Dinosaurier wie die USA, China und andere werden dann zwei Probleme haben. Eine zerstörte Umwelt und eine nicht konkurrenzfähige Industrie.
Zukunftsfähig zu sein bedeutet auch, den Mut zu haben, etwas neues zu wagen. Stillstand bedeutet hier definitiv Rückschritt.
Wir müssen also nicht das große Weltklima im Auge haben, sondern lediglich unseren wirtschaftlichen Erfolg und auf Technologien setzen, die unseren Geldbeutel und die Umwelt schonen. So kann jeder seinen Teil zum Erhalt unserer Umwelt beitragen und dabei das gute Gefühl habe, auch noch Geld gespart zu haben.
Posted on Samstag, Dezember 19th, 2009
Under: Meinungen und Neuigkeiten |
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Oft wird die Anschaffung einer Heizungsanlage welche mit Biomasse betrieben wird unter ökologischen Gesichtspunkten gesehen. In der öffentlichen Meinung werden die Betreiber solcher Anlagen, seien sie mit Holzpellets oder Scheitholz betrieben, seien sie Solarunterstützt oder nicht, als Umwelttechnisch korrekt aufgestellt betrachtet.
Aktuell werden allerdings vor allem in der Klimadebatte Tatsachen bekannt, welche die Basis ökologisch begründeter Entscheidungen in Frage stellen könnten. Forschungsergebnisse sollen manipuliert worden sein und unliebsame Klimaforscher wurden angeblich an der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse gehindert.
Da stellt sich die Frage, ob es mit dem Weltklima wirklich so schlimm bestellt ist und ob man sich nicht lieber doch entspannt zurücklehnt und so fortfährt wie bisher.
Doch sollte man seine Entscheidungen von solchen Überlegungen abhängig machen?
Mit Sicherheit nicht.
Die Anschaffung einer Heizungsanlage ist eine Investitionsentscheidung, mit der der Bauherr in den nächsten 20 Jahren leben muss. Die Frage die sich hier stellt ist also nicht, wie man das Weltklima retten kann, sondern, wie sich die Investition auf den eigenen Geldbeutel auswirken wird.
Schaut man sich den Brennstoff Heizöl an, so muss man auch die Situation der Rohölförderung im Auge haben. Hier wird der Punkt der maximal möglichen Fördermenge wohl im Jahr 2030 bis 2050 erreicht sein. Danach wird das Angebot immer knapper. Aber schon vorher werden sich die Preise in die Höhe bewegen, weil die Marktteilnehmer immer zukünftige Ereignisse in Preisen vorwegnehmen. Einen Vorgeschmack dessen, was da auf uns zukommt, haben wir im Jahr 2008 erleben dürfen. Bei einem Planungshorizont von 20 Jahren muss man aus heutiger Sicht Heizölpreise von weit jenseits des Euro je Liter als wahrscheinliches Szenario einkalkulieren. Natürlich werden immer wieder neue Ölvorkommen erschlossen werden, aber nur, weil sich die Ausbeute bei höheren Preisen rechnet. Das gilt für Ölvorkommen in der Tiefsee genauso, wie für Ölsände in Kanda. Und das gilt natürlich auch für die Erdgasvorkommen. Wohlgemerkt, wir werden nicht in eine Phase eintreten in der es kein Öl mehr gibt, sondern in eine, in der wir es uns nicht mehr leisten können. Ein kluger Mann hat einmal gesagt, das die Steinzeit nicht deshalb endete, weil es keine Steine mehr gab. Genauso wird es auch mit der Ölzeit sein. Öl wird es noch geben, wir werden es nur nicht mehr brauchen.
Dass Holzpellets als Energieträger bereits heute im Vergleich zu Heizöl und Erdgas der günstigste Energieträger sind, zeigt auch die Erhebung auf dieser Seite. Welcher Energieträger für die jeweils persönliche Situation der Beste ist, ob Holzpellets, Scheitholz, Stroh, Erdwärme oder ein anderer, wird jeder Bauherr für sich selbst entscheiden müssen. Die konventionellen Träger für Heizenergie müssen aber sehr genau und sehr kritisch hinterfragt werden.
Posted on Donnerstag, Dezember 3rd, 2009
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Alle Jahre wieder streiten sich die Ukraine und Russland über unbezahlte Gasrechnungen.
Bei dieser Gelegenheit werden dann auch regelmäßig und gerne die Abnehmer des russischen Gases in Westeuropa in Geiselhaft genommen. Erst Anfang diesen Jahres fragte man sich bei uns, wie lange die vom Erdgas Abhängigen wohl noch heizen könnten und augenblicklich läuft der Dauerstreit der ehemaligen sozialistischen Bruderländer wieder auf einen vorläufigen Höhepunkt zu.
Doch diesmal bringt Wladimir Putin eine neue Variante ins Spiel: Wenn die Ukraine ihre offenen Gasrechnung Russland nicht bezahlen kann, so soll der europäische Steuerzahler dies übernehmen “Warum sind sie so geizig. Sie haben das Geld”, wird Putin zitiert. Strategisch wird hier gerade eine Zangenbewegung demonstriert: Von der Lieferantenseite erpresst man Milliardenbeträge um die Versorgungssicherheit (vorläufig) zu garantieren, auf der anderen Seite mischt mit Gazprom ein russicher Staatskonzern den deutschen Markt mächtig auf. Gemeinsam mit der deutschen Wintershall soll eine Sperrminorität an der VNG, dem zweitgrößten Importeur für Erdgas erworben werden. Darüber hinaus bestehen zwischen Gazprom und EON Ruhrgas Lieferverträge und mit Wingas mischen die Russen auch kräftig im Vertrieb mit. Schließt sich diese Zange, haben wir einen reduzierten Wettbewerb bei steigenden Preisen und fallender Versorgungssicherheit.
Schlechte Vorzeichen für das an sich interessante Projekt der VW-Heizung. Umso mehr muss man sich als Verbraucher nach Alternativen umsehen, von denen eine mit Sicherheit das Heizen mit einer Holzpelletsanlage ist.
Quellen und weitere Informationen:
T-Online: Putin: EU soll Ukraine Geld geben
Handelsblatt: Gazprom greift nach deutschen Versorgern
Posted on Dienstag, November 3rd, 2009
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